Ratgeber

Ein Leitfaden für Disaster-Recovery- und Business-Continuity-Pläne

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18.05.2020

Wie schütze ich mein Geschäft im Krisenfall?

Katastrophen werden oftmals mit Naturereignissen wie Erdbeben oder einem Hurrikan in Verbindung gebracht. Aber auch Vorfälle wie Cyberangriffe, Geräteausfälle, Terrorismus und – wie wir nun zu spüren bekommen – globale Pandemien können als Katastrophen eingestuft werden. 

Die Wiederherstellung seines Tagesgeschäftes nach einem solchen Ereignis ist ein Schlüsselfaktor für die Gewährleistung der Business Continuity, aber wie sollten wir den Neustart angehen?

Was ist ‚Disaster Recovery‘?

Unternehmen bereiten sich auf unerwartete Ereignisse vor, indem sie einen Notfallwiederherstellungsplan erstellen: Hierin werden die notwendigen Maßnahmen und Prozesse festgelegt, die den Fortlauf der Geschäftstätigkeit gewährleistet und etwaige Unterbrechungen reduziert. Ein großer Teil des sogenannten „Disaster-Recovery-Plans“ dreht sich um die IT, aber auch das Wiederaufnehmen seiner Arbeit ist ein wichtiger Bestandteil. Von wo aus werden Ihre Mitarbeiter arbeiten, wenn das Büro nicht mehr in Frage kommt? Wird es eine Rotationsstrategie geben, damit der Betrieb aufrechterhalten werden kann?

Warum ist die Wiederherstellung des Arbeitsplatzes wichtig?

Die Kontinuität laufender Prozesse ist im Wiederherstellungsprozess von entscheidender Bedeutung. Es gibt diverse Anbieter, die mithilfe verschiedenster Optionen sicherstellen, dass Sie über die notwendige Büroausstattung verfügen und für den Fall des Unvorhergesehenen ausgerüstet sind. Auch gibt es verschiedene Arten von Paketen, je nachdem, wie schnell und wie viel Platz Sie benötigen.

Es gibt die Option eines Back-up-Speichers, der bei Bedarf sofort verfügbar ist, oder eine dynamischere Option, die innerhalb von 24 Stunden abgerufen werden kann. Einige Anbieter sind in der Lage, dies über ihr globales Portfolio abzubilden. Für viele aber ist das Angebot auf bestimmte Regionen und/oder Städte beschränkt. 

Für die meisten Unternehmen stellt sich die Frage, wie groß der ‚Disaster-Recovery-Raum‘ sein sollte. Die Verbesserung der Technologie und der Breitbandtechnik in vielen Ländern und die damit einhergehende Zunahme flexibler Arbeitszeiten bedeutet, dass viele Mitarbeiter bei Bedarf im Home-Office arbeiten könnten. Unternehmen, die so eingerichtet sind, dass ,Remote Working‘ funktioniert, sind daher gut aufgestellt, wenn es um einen ‚Disaster-Recovery-Raum‘ geht. Möglicherweise würde schon eine kleinere Raumaufteilung die neuen Bedürfnisse abdecken. So könnten Sie z. B. bei 2.000 Mitarbeitern von vornherein 10 % Ihrer Belegschaft festlegen, die im Falle eines Falles auf Büroräume angewiesen sind. Durch die Zuteilung können Sie flexibler agieren. Im Detail hängt diese Maßnahme von der jeweiligen Einrichtung und Infrastruktur Ihres Unternehmens ab. Da viele Arbeitgeber nach wie vor einen großen Teil ihres Personals im Büro benötigen, steigt damit der Bedarf an umfangreicheren Arbeitsplatzwiederherstellungsmaßnahmen.

Die meisten Unternehmen gewährleisten die Rückgewinnung von Arbeitsplätzen entweder in Form von Mietverträgen oder durch Dienstleister wie IWG oder WeWork. Ein aktuelles Beispiel für letzteres ist der Business-Continuity-Raum von Goldman Sachs bei WeWork in London.

Es gibt keine verbindliche Regelung, wie Sie Ihre Strategie zur Wiederherstellung Ihres Arbeitsplatzes aufbauen sollten und vieles davon wird von Ihren individuellen Geschäftsbedürfnissen abhängen – aber soweit wie möglich auf das Unerwartete vorbereitet zu sein, ist in der modernen Welt unabdingbar. Es geht darum, klare Prozesse zu definieren, sodass im Falle einer Katastrophe ein klarer Aktionsplan vorliegt.

Workthere hilft Unternehmen bei diesem ‚Disaster-Recovery-Arbeitsplatzplan.‘ Wir beginnen damit zu erörtern, wie das Unternehmen und die Mitarbeiter heute arbeiten und konzentrieren uns dann darauf, wie die Wiederherstellungsanforderungen aussehen könnten. Unser globales Netzwerk von lokalen Experten ermöglicht es uns, Unternehmen lokal und global bei ihrer Strategie zu unterstützen.